TeamSpeak-3-Server auf Debian oder Ubuntu installieren

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So installieren Sie einen eigenen TeamSpeak-3-Server unter Debian oder Ubuntu: mit eigenem Benutzer, akzeptierter Lizenz, gesichertem Privilege Key und offenen Ports.

Sie möchten einen eigenen TeamSpeak-3-Server auf Ihrem Linux-Rootserver unter Debian oder Ubuntu betreiben? Dann sind Sie hier genau richtig.

In dieser Anleitung installieren wir den TeamSpeak-3-Server Schritt für Schritt über die SSH-Konsole. Alle Befehle sind auf Debian 13, Debian 12 und Ubuntu 24.04 LTS ausgelegt. Ältere Systeme wie Debian 10 oder Ubuntu 20.04 erhalten keine Sicherheitsupdates mehr und sollten für einen öffentlich erreichbaren Voiceserver nicht mehr verwendet werden.

Voraussetzungen und benötigte Ports

  • Ein Rootserver oder VPS mit Debian 13, Debian 12 oder Ubuntu 24.04 LTS
  • Root-Zugang über SSH
  • UDP-Port 9987 für die Sprachübertragung (Standardport)
  • TCP-Port 30033 für Dateiübertragungen
  • TCP-Port 10011 für den ServerQuery-Zugang

Geben Sie mindestens die Ports 9987 (UDP) und 30033 (TCP) in Ihrer Firewall frei. Den ServerQuery-Port 10011 sollten Sie dagegen möglichst nicht offen ins Internet stellen, sondern nur von Ihrer eigenen IP-Adresse aus erreichbar machen.

Paketliste aktualisieren und Updates einspielen

Aktualisieren Sie zuerst die Paketliste Ihres Betriebssystems und installieren Sie alle verfügbaren Updates:

apt update && apt upgrade -y

Eigenen Benutzer für TeamSpeak anlegen

Der TeamSpeak-3-Server verweigert den Start als root und muss deshalb unter einem eigenen Benutzer laufen. Das ist gleichzeitig die sicherere Variante, vor allem wenn auf demselben Server noch weitere Anwendungen betrieben werden. Wir empfehlen, den direkten Login für diesen Benutzer zu deaktivieren:

adduser --disabled-login teamspeak

Die anschließenden Abfragen nach Name, Adresse oder Telefonnummer können Sie mit der Enter-Taste überspringen.

Nun wechseln Sie in den neuen Benutzer und in dessen Heimatverzeichnis:

su teamspeak
cd

TeamSpeak-3-Server herunterladen und entpacken

Bitte prüfen Sie vor dem Download, ob inzwischen eine neuere Version verfügbar ist. Die aktuelle Fassung finden Sie unter https://teamspeak.com/en/downloads/#server im Bereich "Linux 64-Bit". Ist dort eine neuere Version gelistet, passen Sie einfach die Versionsnummer in den folgenden Befehlen an. Die hier verwendete Version 3.13.7 ist der Stand Juli 2026.

wget https://files.teamspeak-services.com/releases/server/3.13.7/teamspeak3-server_linux_amd64-3.13.7.tar.bz2
tar xfvj teamspeak3-server_linux_amd64-3.13.7.tar.bz2

Anschließend können Sie das Archiv wieder entfernen:

rm teamspeak3-server_linux_amd64-3.13.7.tar.bz2

Lizenzbedingungen akzeptieren und Server starten

Wechseln Sie in das TeamSpeak-Verzeichnis, bestätigen Sie die Lizenzbedingungen und starten Sie den Server:

cd teamspeak3-server_linux_amd64
touch .ts3server_license_accepted
./ts3server_startscript.sh start

Ohne die Datei .ts3server_license_accepted bricht der Start mit einem Hinweis auf die nicht bestätigte Lizenz ab.

Zugangsdaten und Privilege Key sichern

Beim allerersten Start gibt der Server einmalig die wichtigsten Zugangsdaten aus. Speichern Sie diese Ausgabe unbedingt, sie erscheint kein zweites Mal:

  • Den Privilege Key (Token). Damit weisen Sie sich im TeamSpeak-Client als Serveradministrator aus. Verbinden Sie sich dazu einmal mit dem Server, der Client fragt den Token dann automatisch ab.
  • Die ServerQuery-Zugangsdaten für den Benutzer "serveradmin". Diese brauchen Sie später für administrative Aufgaben, etwa um einen neuen Token zu erzeugen.

Damit ist die Installation abgeschlossen und Ihr Voiceserver ist erreichbar.

Server stoppen, starten und Status prüfen

Der Server wird über das mitgelieferte Startskript gesteuert. Diese Befehle stehen Ihnen zur Verfügung:

./ts3server_startscript.sh restart
./ts3server_startscript.sh stop
./ts3server_startscript.sh status

Achten Sie darauf, dass Sie diese Befehle immer als Benutzer "teamspeak" und aus dem TeamSpeak-Verzeichnis heraus ausführen.

TeamSpeak-Server automatisch nach einem Neustart starten

Nach einem Neustart des Betriebssystems bleibt der TeamSpeak-Server zunächst aus. Damit er von selbst wieder hochfährt, richten Sie einen Autostart ein, der das Startskript unter dem Benutzer "teamspeak" aufruft. Den kompletten Ablauf inklusive passendem Beispiel für TeamSpeak beschreibt unsere Anleitung Programme beim Serverstart automatisch ausführen.

Häufige Fragen

Welche Ports braucht ein TeamSpeak-3-Server?
Für die Sprachübertragung wird der UDP-Port 9987 benötigt, für Dateiübertragungen der TCP-Port 30033 und für den ServerQuery-Zugang der TCP-Port 10011. Geben Sie mindestens 9987 und 30033 in Ihrer Firewall frei.
Ist der TeamSpeak-3-Server kostenlos?
Für den privaten, nicht kommerziellen Betrieb ist der Server kostenlos und erlaubt bis zu 32 Slots. Für mehr Slots oder eine kommerzielle Nutzung benötigen Sie eine entsprechende Lizenz von TeamSpeak.
Warum lässt sich der TeamSpeak-Server nicht als root starten?
Der TeamSpeak-3-Server verweigert den Start als root und bricht mit einer entsprechenden Meldung ab. Legen Sie deshalb wie in dieser Anleitung einen eigenen Benutzer an und starten Sie den Server unter diesem Konto.
Ich habe den Privilege Key verloren, was kann ich tun?
Der Privilege Key wird nur beim allerersten Start angezeigt. Haben Sie ihn verloren, erzeugen Sie über den ServerQuery-Zugang mit dem Benutzer serveradmin einen neuen Token. Die Zugangsdaten dafür stammen ebenfalls aus der Ausgabe des ersten Starts.
Wie starte ich den TeamSpeak-Server nach einem Neustart automatisch?
Am einfachsten über einen Autostart, der das mitgelieferte Startskript unter dem TeamSpeak-Benutzer aufruft. Unsere Anleitung zum automatischen Ausführen von Programmen beim Serverstart zeigt den kompletten Ablauf mit einem Beispiel für TeamSpeak.

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